Dienstag, 2. Januar 2018

Neujahrsgrüße aus der Oase


sternoase

Neujahrsgrüße aus der Oase

Rundbrief im neuen Gewand

Dieser Rundbrief hat zum ersten Mal nicht nur ein neues Design, sondern auch einen veränderten Inhalt. Zukünftig möchten wir nicht mehr nur zurückblicken auf das was war und informieren über das, was kommen wird, sondern versuchen in unsere Artikel Aspekte mit einfließen zu lassen, die auch für dich persönlich und deine Gemeindesituation relevant sein könnten. Natürlich wird sich nicht immer jeder von allem angesprochen fühlen, aber unsere Hoffnung und unser Gebet ist, dass für den ein oder anderen hin und wieder mal etwas dabei sein wird, das ihn selbst inspiriert und glaubensmäßig ermutigt. Insofern wünschen wir dir nun viel Freude beim Lesen!
Euer Nick Bolanz

Jüngerschaft – Traum oder Wirklichkeit?

In der Oase steht ein Wandel an. Bald werden wir die Oase verlassen und nach Frankreich „weiterziehen“. Unsere Verabschiedung in der Oase, zu der alle herzlich eingeladen sind, wird am Sa., 21. April um 15 Uhr stattfinden. Doch was bleibt?
Es bleiben (inzwischen!) viele Menschen, die ihr Leben Jesus Christus gegeben haben, die eine Entscheidung für ihn getroffen haben. Menschen, die „treue“ Oase-Besucher sind, die sich – zumindest immer öfter – von ganzem Herzen wünschen, Gott tiefer zu begegnen, so dass er nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Mitmenschen verändert.
Aus diesen Erfahrungen heraus entstand unsere „Oase-Vision 2.0“:
„Wir wollen, dass Menschen verschiedener sozialer Herkunft Jesus Christus kennen, sie begeistert mit IHM leben, IHM leidenschaftlich nachfolgen, in ihren Lebensbereichen Verantwortung übernehmen und dadurch als Multiplikatoren ihr Umfeld positiv prägen.“
Aber: So weit ist es noch nicht.
Die Realität sieht leider oft noch anders aus. Mehr oder weniger triftige Gründe halten nicht nur die Oase-Besucher, sondern– wenn wir mal ganz ehrlich zueinander sind – manchmal auch uns selbst zurück, Jesus aus tiefstem Herzen und mit 100%iger Leidenschaft nachzufolgen und Jüngerschaft ganz praktisch zu leben. Da ist die alleinerziehende Mutter, die alle Hände voll zu tun hat ihren Alltag zu meistern. Oder der Vater, der endlich Arbeit gefunden hat und den Traum hat für seine Familie bald ein Häuschen bauen zu können. Diese beiden fiktiven Personen können als Beispiele dienen, die uns aufzeigen, dass egal in welcher Lebenssituation wir uns gerade befinden, wir manchmal Schwierigkeiten damit haben, Jesus an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen.
IMG_9276
Gebet für Kranke ist oft Bestandteil beim offenen Begegnungsfrühstück.
Hin und wieder höre ich dann Aussagen wie folgende: „Ach, das ist doch ganz normal, dass in einer Gemeinde nur maximal 10 % der Leute Jesus so „richtig“ nachfolgen, der Rest macht es sich gemütlich“ oder auch – zumindest ungefähr – folgender Satz (eines Missionarskollegen!): „Die Oase ist und bleibt ein Sozialprojekt. Denkt ihr wirklich, ihr könnt aus diesen Leuten Nachfolger Jesu machen?“ Solche Sprüche entmutigen und an schlechten Tagen fällt es auch mir schwer zu glauben, dass Jesus hier im Reitbahnviertel wirklich etwas verändern möchte. Nichtsdestotrotz möchte ich uns – und mich selbst! - mit diesem Artikel motivieren, unseren Fokus wieder zu schärfen und uns den Missionsbefehl von Jesus zu Herzen zu nehmen: „Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die gute Botschaft…“ (Mk. 16,16) bzw. „Machet zu Jüngern…“ (Mt. 28,19). Diese Aufforderung Jesu beinhaltet Aktivität. „Verkünden“ geht nur, indem ich entweder mündlich oder wenigstens schriftlich Zeugnis von Jesus gebe.
IMG_9273
Die Hälfte der Kollekte im "Kirche34"-Gottesdienst geht in die Weltmission. Der Gedanke, einen Teil seines Geldes zu spenden, ist für viele im Viertel völlig neu.
Alleine durch mein Verhalten kann ich die gute Botschaft nicht verkündigen, denn „nächstenliebend verhalten“ kann sich auch ein herzensguter Atheist, von denen es bei uns hier etliche gibt. Infolgedessen schließe ich daraus, dass es unser Auftrag als Nachfolger Jesu ist, aktiv etwas, das unseren Gaben und Fähigkeiten entspricht, dazu beizutragen, dass Menschen Jesus Christus als ihren Retter und Erlöser annehmen. Was Jesus dann selbst daraus macht, ist nicht mehr unsere Verantwortung, aber unser aktives „Machen“ sollte vorhanden sein; in aller Liebe versteht sich, denn „Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass ihr meine Jünger seid.“ (Joh. 13,35) Was mache ich, wenn mir die notwendige Liebe dazu fehlt, was bei unserer Arbeit mit etlichen höchst herausfordernden Menschen durchaus des Öfteren vorkommt? Ich verbringe Zeit mit Gott und lasse mir die nötige Liebe von IHM – am besten täglich – schenken, bis mein Liebestank wieder überfließt, so dass ich meinen Mitmenschen von dieser überfließenden Liebe etwas abgeben kann.
Wie wird das Thema „Nachfolge“ in DEINER Gemeinde gelebt?
Wie lebst DU es selbst aktiv in deinem persönlichen Umfeld?
Welche Person hat dir Jesus aufs Herz gelegt, sie zu „jüngern“?
IMG_9285
Mitarbeiten "jüngert" am meisten die Mitarbeiter. Becky in der Oase-Käfer-Vorbereitung mit einer Mitarbeiterin.
IMG_9288
"Girls-Power" heißt ein neuer Mädels-Kreis, durch den Ilonka und Becky jugendliche Mädchen intensiver Begleiten wollen.
Bitte betet für uns, dass noch viel mehr Menschen als bisher in der Oase Jesus wirklich nachfolgen und Jüngerschaft aktiv leben.
Eure Claudia Bolanz

Wie wohnt es sich im Reitbahnviertel?


Aaron Köpke, Sozialarbeiter in der Oase, berichtet:
Wenn man zum ersten Mal nach Neubrandenburg kommt und der Himmel grau und bewölkt ist, macht das Reitbahnviertel keinen guten Eindruck. Auch mein erster Eindruck war eher deprimierend. Als Oase-Mitarbeiter wohnen wir alle direkt im Viertel. Wenn man in Neubrandenburg sagt, dass man im Reitbahnviertel wohnt, ziehen viele verwundert die Augenbrauen hoch. Auch als Sozialarbeiter lernt man, dass Abgrenzung von der Arbeit wichtig ist. Das Wohnen vor Ort bringt für uns als Team aber große Vorteile, auf die wir nicht verzichten wollen. Das Reitbahnviertel ist von der Fläche eher klein, 350 m breit und 800 m lang. In diesem überschaubaren Bereich wohnen 4500 Menschen. Wenn wir 5 Minuten zu Fuß zum Supermarkt gehen, ergeben sich schon die ersten Kontakte. Nach mehreren Jahren in der Oase kennt man hier viele Leute. Auch Menschen, die die Angebote der Oase nicht nutzen, treffen wir regelmäßig auf der Straße. Das ermöglicht Kontakte über die Oase hinaus. Da wir als Team alle im Viertel wohnen, sind auch die Wege zueinander sehr kurz. Sich besuchen oder spontan Hilfe holen ist ganz einfach.
IMG_20171031_083715_879

Plattenbauten lassen Menschen anonym erscheinen. Die Anonymität löst sich aber mit der Zeit auf. Nach und nach kann man ganz viele Gesichter zuordnen. Irgendwann weiß man, wo die Menschen wohnen, wer sich rührend um die 4 qm Blumenbeet vor dem Haus kümmert und wer einen Hund hat. Vor dem Hochhaus sitzen oft viele Männer und Frauen, sie trinken und quatschen laut miteinander. Eigentlich finde ich solche Menschenansammlungen sehr unangenehm, inzwischen aber rufen Leute aus dieser Gruppe laut meinen Namen, wenn ich in Eile an ihnen vorbeihusche. Sie sind keine Fremden mehr, einige kennen mich z.B. durch ihre Kinder. Manchmal strahlt das Reitbahnviertel was ganz gemütliches aus. Wenn an einem warmen Sommerabend sich manche Bewohner beim Rauchen von Balkon zu Balkon leise unterhalten, erinnert uns das an die Atmosphäre eines Campingplatzes. Oder wenn wir im Winter aus dem Fenster gucken, leuchten hunderte bunte Lichter der Weihnachtsdekoration zu uns herüber.
Das Viertel hat seine Schattenseiten! Wir ärgern uns über den vielen Müll, die tausend Zigarettenstummel und Kronkorken. Besonderes mit kleinen Kindern ist es einfach furchtbar, dass überall Hundekacke liegt. Aber anders als bei Menschen, die hier arbeiten und dann wieder gehen, ärgern wir uns über unser eigenes Viertel. Es ist unser eigener Lebensraum, der uns wichtig ist, weil hier unsere Kinder aufwachsen. Bei allem, was uns am Reitbahnviertel stört, nicht nur beim Schmutz, sondern auch der Atmosphäre der Belanglosigkeit oder Hoffnungslosigkeit, sitzen wir mittendrin. Das macht einen großen Unterschied. Wir sind nicht die Kritiker von außen, sondern wollen Veränderung von innen. Wir wollen mit der Oase zusammen mit den Menschen, mit denen wir hier leben, von innen heraus das Viertel aufwerten. So sehen wir mit jeder neuen Beziehung die Anonymität weichen. Bei jedem ersten Glaubensschritt erleben wir, wie die Jesus-Familie um uns herum wächst. Und das tut einfach gut!
20160810_183236

Maria – unser „Oase-Urgestein“


Maria (63 J.) kommt schon sehr lange zur Oase. Sie bringt sich ein, wo immer „Not am Mann“ ist. Sei es beim Wäsche zusammen legen, Oasefrühstück richten, putzen, basteln oder auch im Gottesdienst. Keiner moderiert wie Maria! Sie redet einfach, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und alle lieben sie, weil sie so authentisch ihren Glauben lebt wie kaum ein anderer. Claudia hat Maria für den Rundbrief interviewt.
C: Wie hast du die Oase kennen gelernt?
M: Meine Freundin Martina hat mich vor vielen Jahren mal zum Oasefrühstück eingeladen und dann bin ich mitgekommen.
C: Warum kommst du gerne zur Oase?
M: Ich liebe die Oase! Sie ist ein Stück meines Lebens geworden. Ich gehe gerne hierher, weil man in der Oase viele Leute trifft und sich mit ihnen unterhalten kann, wir können hier aber auch zusammen beten und Jesus erleben. Das ist so schön!
C: Wie bist du gläubig geworden?
M: Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, in dem wir als Kinder immer alle zusammen zur Christenlehre gegangen sind. Es war ein weiter Weg, aber das war es uns wert. Wir haben dort immer ein Bildchen zum Sammeln geschenkt bekommen, daran erinnere ich mich noch gut. Interessant war auch, dass wir als Kirchgänger damals in der DDR keinerlei Nachteile hatten. Schon zu dieser Zeit war uns Gott sehr gnädig.
DSCF0007
Maria (3. von links) mit Freundinnen und ihrer Schwester Moni (2. von links) bei einer Foto-Wette im Rahmen der Wellness-Woche "Oase tut gut!"
C: Im letzten Gottesdienst hatten wir das Thema „Jüngerschaft“. Wie setzt du das in deinem Leben ganz praktisch um?
M: Ich lade viele Leute zur Oase ein, verteile Flyer für alle möglichen Oaseveranstaltungen und spreche Leute persönlich an. Ich erzähle ihnen von Jesus und bete in der Oase auch um Heilung für Kranke. Während des Oasefrühstücks treffen wir uns inzwischen hinten in der Sofaecke und bieten dort Gebet an.
C: Leider ist vor ein paar Wochen deine Schwester Moni an den Folgen eines schweren Herzinfarkts verstorben. Sie ist ebenso wie du regelmäßig zur Oase gekommen und hat ihr Leben schon lange Jesus gegeben. Mich hat es beeindruckt, wie du bis zuletzt für sie gebetet hast, wie wir zusammen gehofft und gerungen und zuletzt über ihren Tod geweint haben. Jetzt ist Moni bei Jesus. Die Trauerfeier in der Oase war ein großes Zeugnis. Ich habe den Bestatter sogar gesehen, wie er mit seinem Handy währenddessen gefilmt hat. Was denkst du, hat ihn so sehr beeindruckt?
M: Ich denke, er hat die Anwesenheit Gottes gespürt. Moni hat Jesus geliebt. Wir haben ihre Lieblingslobpreislieder gesungen und ich vermute, dass der Bestatter unseren Zusammenhalt gespürt hat. Es war Nicks erste Trauerfeier und er hat zu Herzen gehende Worte gefunden. Ich bin für den Beistand von euch allen sehr dankbar.
C: Was war bisher dein beeindruckendstes Erlebnis mit Gott?
M: Meine Rückenheilung! Ich bin jahrelang von Arzt zu Arzt, von Orthopäde zu Orthopäde gelaufen. aber meine Schmerzen sind nicht weggegangen. Dann habt ihr für mich gebetet und plötzlich waren die Schmerzen weg. Das ist für mich ein Wunder, danke Jesus!
C: Was wünschst du dir im kommenden Jahr für die Oase, aber auch für dich persönlich?
M: Für die Oase wünsche ich mir, dass noch mehr Leute aus dem Reitbahnviertel zu uns kommen und Jesus kennen lernen. Vielleicht gelingt es uns bald, alle 14 Tage Gottesdienst zu feiern? Das wäre toll!
Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich gesund bleibe. Als neue Aufgabe kommt ganz aktuell hinzu, dass ich mich um Monis Mann kümmere, der alleine nicht zurechtkommt. Deshalb zieht er Anfang nächsten Jahres bei mir ein und wir gründen sozusagen eine Wohngemeinschaft. Es wäre so schön, wenn auch er sein Leben Jesus geben würde. Bitte betet auch dafür, dass ich genug Kraft habe, mich um ihn zu kümmern.
20171129_163521

Gebetsanliegen:

  • DANKE für unsere Oase-Vision 2.0. BITTE betet, dass sie bald Realität werden darf und immer mehr Menschen zu Nachfolgern Jesu werden.
  • Dass bald ein guter Nachfolger für Nick gefunden wird.
  • Für unsere Weihnachtsfeier am 3. Advent mit einem herausfordernden Krippenspiel in diesem Jahr: Dass die Weihnachtsbotschaft in die Herzen von vielen Zuhörern fällt und sie Jesus in ihr Leben aufnehmen.
  • DANKE an alle, die die Oase in diesem Jahr mit Gebet oder auch finanziell unterstützt haben, das ist so wertvoll und wichtig für uns!
Oase_Logo_Newsletter
LMD-Logo blaurot mit transp 300dpi
mgv

Montag, 18. September 2017

Sommertour de BW & Tour de France

Ende Juni ist Uroma Asta 90 Jahre alt geworden! Glücklicherweise hatte Nick in genau der Woche davor ein Seminar im Schwarzwald, so dass wir die Gelegenheit nutzten, als Familie einen kurzen Abstecher in den Süden zu machen. Uroma hat es genossen, Zeit mit den Kids zu verbringen und Luca ließ sich nur allzu gerne – wirklich stundenlang – Bücher von ihr vorlesen.
Zwischendurch waren wir „kurz“ wieder in der Oase. Dort feierten wir die erste „Oase-Hochzeit“, ein wahres Erlebnis!
 
Martina und Moni, zwei „Oase-Ladies“, lieben die Kids total und verbringen viel Zeit mit ihnen. So ein bisschen sind die beiden die „Ersatz-Omas“ vor Ort, einfach sehr wertvoll und schön! Kürzlich durften Luca und Joy mit ihnen in Neubrandenburg Bus fahren. Ein tolles Erlebnis! 


 








Übrigens liebt es Luca, sich von Papa die Haare (ungefähr so wie er selbst) mit Haargel „verschönern“ zu lassen:
Was war sonst noch in der Oase los? Zum zweiten Mal haben wir auch in diesem Sommer bei einem Spielplatzwettbewerb teilgenommen (Details dazu s. letzter Blogeintrag). Bei mehr als 400 Teilnehmern haben wir einen tollen 24. Platz erreicht mit Hilfe unzähliger Helfer, die 30 Tage lang täglich für uns abgestimmt haben. Nun haben wir 1250 Euro gewonnen und können mit diesem Gewinn unseren Oase-Spielplatz weiter verschönern. Zu allererst wünschen wir uns einen Sandkasten. Hier ist der Gewinn vom letzten Jahr: Eine Kleinkindschaukel- die einzige im ganzen Viertel!
 



Dann kam Omi für zehn Tage zu uns zu Besuch. Anschließend nahmen wir sie mit unserem Auto mit nach Badenweiler zurück, während Nick zuerst einmal noch eine Taufe hatte und dann auf dem Kinder-Sommerlager und kurze Zeit später beim Paddeln mit Teens war. 


 










Wir verbrachen in der Freiburger Ecke mit der kompletten Familie (Omi & Opi sowie alle Geschwister von Nick mit Familie) einen schönen Tag in einem Vogelpark. Das war ein Erlebnis! Luca war ganz fasziniert von den großen Greifvögeln und schaute fast eine Stunde lang bei der Vogelschau wie gebannt zu. Auch Affen und ein Kneipp-Becken gab es in dem Vogelpark.
 











Für Joy gab es ebenfalls Vieles zu entdecken. Besonders begeistert war sie von dem "Zoo" von Familie Revol:
 
 Faszinierend ist, wie ähnlich Joy ihrer Tante Maren sieht als diese in ihrem Alter war:
 











Das schöne Wetter in Badenweiler lud auch zu Spaziergängen ein. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei.


Anschließend besuchten wir für mehrere Wochen Oma und Opa in Schwabbach. Oma hat extra drei Wochen Urlaub genommen und Opa ist inzwischen ja ohnehin zuhause und hat somit viel Zeit für die Kids. 
 


























Planschen stand bei der Hitze an allererster Stelle, ganz egal in welchem "Gewässer":
 
 
Mit Großtante Gaby waren wir im fast menschenleeren Freibad. Opa war sogar auch mal mit dabei!

Oft haben die Kids auch bei ihr im Garten gespielt. Eins der Highlights war als Großonkel Andi zusammen mit Luca eine große Straße für Autos gebaut hat.






Ein Tag im Schwabenpark war ebenfalls sehr schön:

 













 








Zwischendurch haben wir uns zweimal mit Lucas Patentante Kathrin getroffen und schöne Nachmittage zusammen verbracht.

Joy ist inzwischen ein richtiger kleiner „Feger“, die es faustdick hinter den Ohren hat. Sie ist ganz viel am Entdecken und plappert schon wie ein kleiner Wasserfall:
Mamas Handy ist absolut nicht sicher, wenn es die kleine Maus mal in die Hände bekommt. Dann werden sofort „Selfies“ gemacht, wie z. B. solche:
Außerdem liebt sie es momentan, ausgerechnet die Spielsachen haben zu wollen, die Luca gerade hat. Ihr gelingt es, sie ihm wegzunehmen und dann ist lautstarkes „Fangen spielen“ die neuste Lieblingsbeschäftigung der beiden. 
 

Manchmal „verteidigt“ sich Luca, indem er ständig irgendwo „Absperrungen“ oder „Schranken“ baut, die Joy nicht oder nur schwer überwinden kann. Aber sie mögen sich trotz allem wirklich sehr und haben Zeiten, in denen sie absolut friedlich zusammen spielen können. Gemeinsames Höhlen bauen steht zurzeit z. B. auch ganz hoch im Kurs oder sich gegenseitig mit Spritzpistolen nass zu spritzen. 


 

 
 
Wenn Luca auf dem WC sitzt, will Joy es ihm manchmal gleich nachmachen. Dabei ist sie ziemlich erfinderisch, wenn gerade kein Töpfchen in der Nähe ist:
 Nach wie vor mag Luca Traktoren. Allerdings darf man sie nicht anschalten, denn das ist ihm viel zu laut. Vermutlich hat er ebenso ein sensibles Gehör wie sein Papa. Auch bei Joys Patentante Renate im Schwarzwald durfte Luca wieder auf Traktoren „fahren“.
Die Kaninchen haben es den Kids ebenfalls angetan.
Neben Traktoren liebt es Luca zu klettern. Erstaunlich, wo er als 2,5-Jähriger auf Spielplätzen schon überall „hochkommt“!
Eine Ähnlichkeit zu Opa Klaus ist durchaus sichtbar:
 









Die Kinder lieben es, abends vor dem Schlafengehen zusammen mit Opa noch eine Geschichte auf dem Tablet anzuschauen. Biene Maja steht hier ganz hoch oben im Kurs.
Nach über vier Wochen war dann ENDLICH wieder Familienzusammenführung! Nick hat uns in Schwabbach abgeholt und dann sind wir nach Frankreich gefahren. Eigentlich sollte es eine Mischung aus „Urlaub“ und „Arbeit“ werden, aber es war dann doch etwas stressiger als wir dachten, so dass der Erholungseffekt leider eher ausblieb. „Arbeit“ war es deshalb, weil wir eine Anfrage erhalten haben, ob wir uns vorstellen könnten, unseren Lebensmittelpunkt von Neubrandenburg nach Frankreich zu verlagern. Der Zeitpunkt hierfür ist ideal, denn inzwischen läuft es in der Oase ziemlich gut, das „Gemeinde-Baby“ ist sozusagen geboren, und wir sehnen uns nach einer neuen Herausforderung. 
Nach etlichen Recherchen stand fest, dass eine Gemeindegründung für uns nur in einer Großstadt mit Bevölkerungs- und Wirtschafts-wachstum Sinn macht, weil dort eine gewisse „Dynamik“ spürbar ist. Deshalb fuhren wir innerhalb von zwei Wochen fünf französische Großstädte ab und legten mit dem Auto fast 5000 km zurück. Die Kids haben das im Auto - Kopfhörer, Tiptoi und Hörbüchern sei dank - wirklich gut mitgemacht. Familie Dehner und Lisa Kimpel waren auch dabei, weil sie mit uns ab Sommer 2018 in einem Gründerteam sein werden. Unsere Kids haben sich gleich super gut mit den Kids von Dehners (Eline 4, Liam 2, Noam 0) verstanden, darüber haben wir uns besonders gefreut. Hier ein paar „Impressionen“, wie wir täglich die Städte abgelaufen sind. Die Kids haben so gut mitgemacht! 
In Nantes war für Luca das Beeindruckendste ein riesiger Elefant, der sich fast wie ein echter bewegt hat und der mit seinem Rüssel die Leute mit Wasser nass gespritzt hat. Luca hat geschrien wie am Spieß… 














In Bordeaux faszinierte uns die schöne Uferpromenade der Garonne und die tollen Wasserspiele direkt am Flussufer:
Aber auch in Toulouse hatten die Kids jede Menge Spaß – und hier ebenfalls wieder mit WASSER, dem einzigen Element, mit dem man die Hitze hier an dem Tag gut aushalten konnte. 
  
Meistens haben wir entweder in einem Park oder auf einem Spielplatz ein kleines Päuschen gemacht. Die Kids haben dort schnell schon Bekanntschaft mit kleinen Franzosen gemacht.

In jeder Stadt trafen wir uns mit „Einheimischen“ um mit ihnen über das Leben in der jeweiligen Stadt und die Gemeindestruktur ins Gespräch zu kommen. 
Nach den Städtetouren ließen wir die Abende gemütlich auf dem Campingplatz ausklingen.
 
Beim Wäsche waschen galt das Motto „Not macht erfinderisch“:
Unsere Erlebnisse in Montpellier waren besonders markant: Ein Boule-Spieler hat aus Versehen mit seiner Kugel unsere Auto-Frontscheibe getroffen. Also hatten wir dort auch noch Stress mit Versicherung, Orga der Reparatur, etc. Bis heute haben wir unsere Selbstbeteiligung noch nicht wieder zurückbekommen, aber wir hoffen, dass dies bald noch passiert. 
 Hier haben Joy und Nick Bekanntschaft mit einem Lüftungsschacht gemacht und hatten richtig viel Spaß dabei:
 
 

















Faszinierend fanden wir, dass Montpellier die gleiche Postleitzahl hat wie wir hier im Reitbahnviertel bei uns haben, nämlich die „34“! Plattenbauten gibt es hier übrigens auch. Ob dies nun unsere zukünftige Heimat werden wird… Bald können wir darüber mehr erzählen. 
 
Jedenfalls hat es uns dort sehr gut gefallen und interessante Gemeindekontakte würde es dort auch schon geben. Nach all dem Stress haben wir uns am Ende noch einen schönen Strandtag gegönnt.


Wir freuen uns schon sehr auf diese neue Herausforderung und das damit verbundene neue Abenteuer. Unser „Pionier-Herz“ schlägt immer mehr für Frankreich, dieses laizistische Land, auch wenn uns der Gedanke noch schwerfällt, die Oase vertrauensvoll in neue Hände zu geben und v.a. all die lieben Menschen hier zurücklassen zu müssen, die uns ans Herz gewachsen sind. Bitte betet mit uns mit für einen geeigneten Nachfolger für Nick in der Oase!
Als wir dorthin wieder zurückkamen, wurde gleich mal wieder gefeiert, und zwar das Sommerfest am Reitbahnsee. Dort traf Luca seine beiden Freundinnen Lilly und Lia und die Wiedersehensfreude war auf der Hüpfburg groß.
Ebenso gab es mit Boas, dem Sohn von Familie Köpke, ein freudiges Wiedersehen. Mit ihm kann man allerlei Quatsch machen:
Köpkes sind inzwischen in Süddeutschland im Reisedienst unterwegs, so dass Nick noch bis Mitte Oktober ziemlich viel in der Oase zu tun haben wird. Das ist in diesem Jahr unser Oase-Team:
Ganz rechts sind unsere beiden neuen BFD’ler Debbie und Daniel zu sehen.
Unsere Kids scheinen es zu genießen, dass hier so langsam wieder ein wenig Alltag eingekehrt ist. Sie fühlen sich sowohl beim Oasefrühstück dienstags wohl,
als auch in der Krabbelgruppe, wo Luca inzwischen schon ein „Senior“ ist.
Am liebsten lässt er sich auf dem morgendlichen Weg zur Oase von Papa auf seinem Laufrad anschieben. Das Anschieben geht notfalls auch vom Fahrrad aus:
Außerdem wurden nach so langer Abwesenheit hier im Viertel gleich wieder alle möglichen Spielplätze „ausgetestet“.
 
 Dann sind wir noch mit zwei Familien aus der Oase zum Theaterstück „Der kleine Rabe Socke“ gegangen. Luca war total fasziniert.
Eine Woche später kam dann sogar noch Daniel Kallauch zu einem Konzert nach Neubrandenburg und auch da waren wir – natürlich – mit dabei:
Aber es gibt auch andere „Lichtblicke“ in unserem Viertel, wie z. B. momentan wunderschöne herbstliche Sonnenuntergänge
 
 oder ein ermutigender Bibelspruch (!!) auf einem Küchenschrank, der für den Sperrmüll bestimmt ist – und das bei uns im Reitbahnviertel!
Verabschieden möchten wir uns heute damit:
 
Herzliche Segensgrüße von Nick & Claudi mit Luca & Joy